Preiswertes Einstiegsmodell in den
Empfang von DAB +

 

 

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Im Test: Dual DAB 4

Erfahrungsbericht: Preiswertes Digitalradio für Einsteiger

Der Name Dual sollte den Lesern dieser Homepage aus früheren Zeiten bekannt sein. War das Unternehmen Dual aus dem Schwarzwald der größte Hersteller von Schallplattenspielern und auch im Tonbandgeschäft tätig, folgte in den 1980er Jahren der Konkurs. Von diesem alteingesessenen deutschen Unternehmen ist heute nur noch der Name übrig geblieben und die aktuellen Geräte aus dem Audiobereich werden im Ausland gefertigt und von der DGC GmbH nach Europa eingeführt und vertrieben.

Nach diesem kurzen Überblick über den Hersteller, soll das Augenmerk nun aber auf das Produkt fallen. Der  Radioempfänger ist ein 500 Gramm leichtes und handliches Gerät mit Kunststoffgehäuse in silbergrauer Farbe. An der linken Seite findet man den Strom-, sowie den Kopfhöreranschluss (3,5 mm Klinke). 

An der rechten Seiten befindet sich für einen Rechtshänder günstig zu erreichen die Lautstärkeregelung. Auf der Rückseite sind das Batteriefach für sechs 1,5 V Batterien und eine Klappe zum schrägen Aufstellen des Gerätes angebracht. Durch diese Funktion kann das Display bequem abgelesen werden. Die Vorderseite des Radios beinhaltet das zweizeilige Display und sämtliche Knöpfe zur Steuerung. Dies sind die Tuning-Tasten, ein Enter-Knopf, jeweils eine Taste für INFO, MENÜ, SHIFT und das Umschalten zwischen UKW/DAB. 

Die Speichertasten für die zehn bevorzugten Stationen sind hier ebenfalls angeordnet. Diese Tasten sind alle auf der rechten Hälfte des Gehäuses zu finden, auf der linken befindet sich der Mono-Lautsprecher mit der schwarzen Abdeckung.

Empfangsleistung Digitalradio (DAB/DAB+) 
Auf den digitalen Empfangswegen (DAB und DAB+) sind ein manuelles Absuchen der Frequenzen und ein kompletter Sendersuchlauf (Autoscan) im Band III möglich. Das L-Band fehlt, dieses wird jedoch seit der Einführung von DAB+ nicht mehr als genutzter Frequenzbereich ausgewiesen, so dass dies keine Beeinträchtigung darstellt. Der automatische Suchlauf findet bei mir vor Ort in Eschweiler auch die ortsüblichen Ensembles auf Kanal 12D (NRW-Muxx) und Kanal 5A (Bundes-Mux) mit den entsprechenden Programmen in DAB und DAB+. 

Das Testensemble des WDR, welches auf Kanal 11D zeitweise ausgestrahlt wurde, konnte ebenso dekodiert werden. Der Kanal 12B aus der Wallonie (Belgien) mit einer Mischung aus Programmen in DAB und Tests von DAB+ war auch zu empfangen. Das flämische Paket auf 12A (Belgien), das hier als Härtekriterium für die beste Empfindlichkeit gilt, hat der Empfänger leider nicht zu Gehör gebracht. Hier sind die Empfangsleistungen also nahe an jenen des legendären Microspot RA 318.

Von den Informationen, die das Radio ausgibt (Dynamic Label, Signalstärke, Bitrate, aktuelle Uhrzeit und der Codec), kommt dieses Gerät an den oben angesprochenen Microspot heran und braucht sich nicht zu verstecken.  

Empfangsleistung UKW  
Im UKW-Bereich hat der Dual DAB-4 gute Empfangsleistungen. Zwar sind damit keine DX-Empfänge wie mit dem DEGEN 1103 möglich, aber es werden auch viele der weiter entfernten Stationen, die in einem Radius von bis zu 100 Kilometern um den Empfangsort liegen, noch einigermaßen gut empfangen. 

Diese Empfindlichkeit sollte für den durchschnittlichen Radionutzer voll ausreichen, vor allem im Hinblick darauf, dass die Programmvielfalt beim Digitalradio steigt und so Sender aus benachbarten Ländern zur Bereicherung der UKW-Einfalt nicht mehr so zwingend nötig sind. Der RDS-Empfang bietet ebenfalls viele Infos. Neben dem üblichen RDS-Namen können PTY und Radiotext empfangen werden. 

Diese Features sind heute aber bei vielen Geräten dieser Klasse zu finden und daher auch mehr Standard als besonderes Ausstattungsmerkmal. Trotzdem sollen sie hier der Vollständigkeit halber erwähnt werden.  

Stromverbrauch
Im DAB-Betrieb verbraucht das Gerät 3,8 und im UKW-Betrieb 4,7 Watt. Im ausgeschalteten Zustand beträgt der Verbrauch 0,6 Watt. Also durchaus Werte, die sich sehen lassen können. Leider sind diese Werte jedoch im Batteriebetrieb nicht mehr so schön anzusehen. Sechs Batterien von je 1,5 V bringen beim Dual DAB 4 maximal acht bis zehn Stunden Laufzeit. Das könnte viel energiesparender realisiert werden.

Klang 
Der Klang an dem eingebauten Lautsprecher ist recht dürftig und bei hoher Lautstärke scheppernd. Da sind viele mobile Telefone besser oder gleichwertig. Wird aber der Kopfhöreranschluss genutzt, so kommt ein akzeptabler Stereo-Ton aus dem Digitalradio-Tuner heraus. Für DX-Zwecke und wortlastige Informationsprogramme lasse ich diesen Lautsprecher durchgehen. Ein Küchenradio im alltäglichen Einsatz mit Musikprogrammen sollte aber einen besseren Lautsprecher verbaut haben. Für den HiFi-Freund ist das Gerät daher nicht zu empfehlen.

Zusammenfassung
Für einen Preis von rund 40 bis 50 Euro und bei einer guten Verfügbarkeit in Deutschland (in Supermärkten und im Internet) würde ich dieses Gerät jedem Leser  empfehlen, wenn keine großen Ansprüche an den Klang (mehr kann man von einem Mono-Lautsprecher dieser Preisklasse nicht erwarten) gestellt werden und es um das reine Empfangserlebnis von DAB+ geht. Gegen den mobilen Einsatz spricht der hohe Akkuverbrauch, was jedoch bei kurzen DX-Scans nicht weiter stört. Einen Antennenanschluss
sucht man an diesem Gerät vergebens.

Das Gerät weist Vor-und Nachteile auf und die Bedingungen müssen mit den eigenen Ansprüchen abgestimmt werden. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt beim Dual DAB 4 aber auf jeden Fall. Marcel Goerke (Oktober 2011)

 

Auf einen Blick

- Maße/Gewicht: 200 x 115 x 43 mm, 500 g 
- DAB: Band III, 174-240 MHz 
- UKW: 87,5- 108,0 MHz , DAB/DAB+ 
- PLL-RDS bei UKW-Empfang
- Teleskopantenne
- je Empfangsweg 10 Stationsspeicher
- zweizeiliges LCD-Display 
- Kopfhöreranschluss 
- 2,5 W Sinusleistung 
- Netzteil (7,5 V, 500 mA) 
- Batteriebetrieb ( 6 x 1,5 V Mignon AA)
- Preis: 
- Homepage des Anbieters: www.dual.de 

Bedienungsanleitung als PDF

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