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Sangean WFR-1D plus
Erfahrungsbericht: schön verarbeitet und hochwertig
Nach dem Auspacken hält man ein edles
Hochglanzgehäuse mit Holzlook in der Hand, dazu ein Netzwerkkabel, ein
Netzkabel, sowie die Fernbedienung und eine Anleitung, mit der sich Sangean viel
Mühe gegeben hat. Die Verarbeitung des Gerätes ist hochwertig. Die
Lautsprecher sind im Klang angenehm und den eigenen Bedürfnissen leicht
anzupassen. Das Netzkabel ist abnehmbar. Die Maße des Radios lauten: 326 x 108
x 210 mm (B x H x T). Mit einem Gewicht von drei Kilogramm hat es auch schon ein
hohes Gewicht und steht sicher in seiner Eleganz an seinem festen Platz.
An der
Vorderseite sind einige Knöpfe und ein Drehregler sowie natürlich das graue
Display mit der orangen Schrift. An der Rückseite findet man eine
Teleskopantenne, eine kurze Antenne für WLAN, einen Netzwerkanschluss, einen
USB-Port, den Kopfhöreranschluss, sowie eine LINEOUT- und eine AUX-IN-Buchse.
Erste
Schritte
Nach dem ersten Einschalten wurden sofort einige WLAN-Netze gefunden, darunter
natürlich auch mein eigenes. Als nächstes wurde darum gebeten, den
Netzwerkschlüssel einzugeben. Dies erweist sich aus zwei Gründen als ein wenig
umständlich, muss jedoch nur einmal gemacht werden. Über das Auswahlrad,
welches als zentrales Steuerteil dient, mussten auf dem Display die Buchstaben,
Zahlen und Sonderzeichen des Schlüssels ausgewählt und einzeln bestätigt
werden. Dann konnte man aus der Liste den nächsten Buchstaben suchen. Es steht
wie bei den meisten anderen Radios dieser Kategorie auch ein Sleeper und eine
Weckfunktion zur Verfügung.
Das
Internetradiomodul
Um die kompletten Funktionen des WFR-1D plus nutzen zu können, sollte man sich
auf http://www.wifiradio-frontier.com
registrieren. Hier können bequem Sender zu der Favoritenliste hinzugefügt und
neue Stationen gemeldet werden. An Formaten werden nur MP3, Realaudio und
Windows Media unterstützt. Damit ist die Auswahl ein wenig geringer als bei
reciva-basierenden Geräten. Mehr zur Datenbank sei dieses Mal aber nicht
gesagt, eher auf die Ausgabe 49 von Funkempfang verwiesen (Beitrag
"Internetradio: Webradioportale im Internet im
Vergleich").
Der
UKW-Tuner
Der UKW-Empfang erfolgt über die rückseitige Teleskopantenne. Das UKW-Radio
brachte mit ausgezogener Antenne leider nur die echten Ortssender des WDR und
des NRW-Radios vom nächstgelegenen Sender rauschfrei in das Wohnzimmer. Sämtliche
Stationen, die ein älteres Küchenradio von Grundig (Hitboy 100) noch
problemlos hereinbrachte, waren beim WFR1D plus leider schon verrauscht.
Vergleiche
mit einem UKW-DX-Gerät habe ich absichtlich nicht angestellt, da dieser
Vergleich unfair wäre. Jedoch sollte das WFR1D plus mit einem Küchenradio können.
Die Teleskopantenne soll laut thiecom.de abschraubbar sein und dahinter ein
F-Stecker versteckt sein. Jedoch habe ich diese Antenne bei meinem Testgerät
nicht mit normalem Kraftaufwand, den ich als ungefährlich für das Gerät
eingestuft habe, abbekommen. Mehr Kraft wollte ich nicht aufwenden, so kann ich
leider nichts zu den Empfangseigenschaften sagen, wenn das Gerät an eine
UKW-Antenne angeschlossen wird.
Der
DAB/DAB+-Tuner
Bei DAB findet das WFR-1D plus an meinem Heimatort Eschweiler nur das
NRW-Bouquet vom Sender, der in Sichtweite steht. Das wallonische Paket findet er
mit Teleskopantenne leider nicht, dies wäre gerade interessant gewesen, da ich
von dort bereits DAB+-Ausstrahlungen empfange. Dafür ist jedoch mit dem WFR-1D
plus innen mit eingeschobener Teleskopantenne auch noch blubberfreier Empfang möglich.
Das Gerät
ist optisch sehr attraktiv. Auch beim DAB/DAB+-Tuner gilt in Punkto Antenne das
gleiche, wie bereits beim UKW-Tuner erwähnt bezüglich deren Abschraubbarkeit.
Audioqualität
Das Radio hat einen vollen, wohlklingenden Ton, wobei es natürlich nur das an
Qualität wiedergeben kann, was der Radiostream anbietet. Es besitzt zwei
Lautsprecher mit 5 Watt Leistung sowie einen Bassreflektor und kann gut für den
Musikgenuss genutzt werden.
Musikplayer
Hinter dem Musikplayer verbirgt sich ein UPnP-Standard/Mediaserver, mit dem man
auch Musik aus der Medienbibliothek des ins Netzwerk eingebundenen PC abspielen
kann. Voraussetzung ist natürlich, dass man den PC entsprechend konfiguriert
hat. Jedoch muss für diese Funktion immer der PC eingeschaltet sein.
Die
Fernbedienung
Die Fernbedienung ist handlich und leicht. Die Tasten sind angenehm zu drücken
und alle gut mit einer Hand zu erreichen. Mit der Fernbedienung sind alle
Funktionen des Gerätes ausführbar und man kann durch das komplette Menü
navigieren. Die Fernbedienung überbrückt Distanzen von bis zu 6 m und ist
damit mehr als ausreichend.
Kontrast
und Größe des Displays sind so, dass man dann nichts mehr auf dem Display
entziffern kann. Für die Lautstärkeregulierung reicht dies jedoch vollkommen
aus.
Stromverbrauch
Mein Energiemessgerät zeigt einen Verbrauch von 1,5 Watt im Standby-Betrieb an.
Im normalen Betrieb verbraucht das Sangean WFR-1D plus zwischen 5 und 7 Watt, je
nach Betriebsmodus. Dies sind durchaus sehr ansehnliche und niedrige Werte!
Fazit:
Hochwertig mit gutem Klang
Das Sangean WFR-1D plus ist schön verarbeitet und so hochwertig, wie man es bei
Vorgängermodellen und ähnlichen Modellen dieser Preisklasse aus dem Hause
Sangean gewohnt ist. Klanglich bleiben auch keine Wünsche offen. Beim Empfang hätte
ich mir gerne bei UKW und DAB etwas mehr erwartet. Aber für einen
durchschnittlichen Radionutzer reicht das Gerät bei weitem aus. Allerdings ist
es in meinen Augen ein Nachteil, dass pro Übertragungsweg nur zehn
Stationsspeicher zur Verfügung stehen. Viel mehr Stationen, die man regelmäßig
hört, gibt es wohl in den meisten Fällen nicht. Das Gerät ist ab 249 Euro im
Internet und beim Technischen Klubdienst der ADDX erhältlich.
Ausstattung
- UKW, DAB, DAB+, Internetmodul mit Zugriff auf frontier-silicon
- AUX-Eingang
- LINE-OUT-Buchse
- Kopfhöreranschluss
- WLAN- und Netzwerk-Buchse
- Preis: ca. 250 Euro
Leserzuschrift
Ich habe das Sangean WR-1 mit
selbiger Antenne. Zum Entfernen oder wieder richtigen Befestigen benötigt man
einen Schraubenschlüssel. Will man gar nur DAB hören, kann man dann je nach
Empfangslage auch ein kurzes Satkabel dran schrauben und die entsprechende Länge
am Ende des Kabels abisolieren. Markus Wolf
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