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Multimedia-Alleskönner
für
Radio, TV, MP3 und mehr
Test
Albrecht DR 800-TV
Webradio
hören, Internet-Fernsehen auch über den angeschlossenen Flachbildschirm
schauen, Podcasts über WLAN aus aller Welt ebenso empfangen wie UKW-Radio
– das und mehr kann das neue Multitalent DR 800-TV von Albrecht.
FE-Autor Dieter Hurcks hat das Gerät mit dem 4,3 Zoll großen
LCD-Farbdisplay im praktischen Versuch unter die Lupe genommen.
Neben
den angesprochenen Möglichkeiten bietet der DR 800-TV die Möglichkeit,
Videos, Musik und Fotos vom heimischen PC über UPnP zu streamen oder von
einer eingesteckten SD-Speicherkarte abzuspielen. Auch Shoutcast wird
unterstützt.
Die
Betriebsbereitschaft ist schnell hergestellt: Netzteil mit
Mini-USB-Stecker anschließen, flexible UKW-Drahtantenne einstöpseln
(fragt sich nur wo? In YPbPr oder CVBS?), Batterie
in die Fernbedienung einlegen und einschalten. Die Antenne gehört, was
man aus dem 3,5 mm Stereo-Klinkenstecker schließen kann, aber nicht erklärt
bekommt, natürlich in die Kopfhörerbuchse. Auch was die Abkürzung YPbPr
zu bedeuten hat, erfährt der aufmerksame Anleitungsleser hier nicht. Muss
jeder das wissen?
So
viel lässt sich erahnen: Das CVBS-Kabel dient dem Anschluss von Video und
Audio, wie die drei Cinch-Anschlüsse in Rot, Weiß und Gelb verraten.
Schließlich liegt ein USB-Kabel bei, so dass der Multimediaplayer auch
vom PC mit Strom versorgt werden kann.
Das
Gerät stammt natürlich - wie fast alle anderen seiner Verwandschaft -
aus China und riecht ein bisschen nach Chemie.
Nach
dem Einschalten erscheint natürlich zunächst das Albrecht-Logo, nach 20
Sekunden erscheinen dann die acht Menü-Icons. In der Fußleiste wird der
Batterieladezustand angezeigt (4 x 1,5 Volt AA), dazu die Empfangsstärke
des WLAN-Signals, die Uhrzeit und eine dünne Zwölf-Segment-Balkenanzeige.
Nach etwa 90 Sekunden ohne Bedienung springt das Display um auf eine großziffrige
Digitalanzeige mit Datum und Uhrzeit.
Nun
heißt es zunächst, ein paar Einstellungen vorzunehmen wie Sprache,
Tastenton und Suchlaufart. Hier erfährt man nun auch: „Verbinden
Sie die UKW-Antenne mit der YPbPr-Buchse“ – also hatte ich doch falsch
geraten. Anschließend muss man im Menü, das sich über den
Bildschirmrand fortsetzt, das UKW-Icon suchen und anklicken, wobei sich
die Fernbedienung als ein wenig hakelig erweist. Es startet ein
Sendersuchlauf, der aber nicht fündig wird. Die Anzeige steht bei 101,4
MHz und lässt sich auch nicht weiterbewegen.
UKW-Empfang
Das
UKW-Radio, das auch für die Weckfunktion mit zweifachem Alarm eingesetzt
werden kann, empfängt im Zimmer in Fensternähe: NICHTS. Nach dem Aus-
und Einschalten landet man wieder beim Menü und nicht bei der zuletzt
eingestellten Betriebsart. Bei manuellem Suchen findet das Gerät tatsächlich
drei (1) Sender, die aber nur verrauscht wiedergegeben werden. Vor 96 MHz
wird überhaupt kein Sender gefunden.
Internetradio
Zunächst
muss natürlich das WLAN gefunden werden, was problemlos klappt. Dann gebe
ich den WLAN-Schlüssel ein, was wegen der schlecht reagierenden
Fernbedienung etwas nervig ist, und klicke abschließend auf OK. Nun
erscheint wieder die Liste der gefundenen WLANs. Per Exit geht es zurück
zum Menü. Ich klicke das Icon für das Internet-Radio an, und tatsächlich
erscheint ein Menü, das mir sehr bekannt vorkommt: Es hat das gleiche
Aussehen und die gleiche Struktur wie das zuvor getestete „Arnova
webradio & tv“ (Testbericht in FE Ausgabe 50). Der Empfang klappt
ohne Probleme. Will man das Internetradio verlassen, fragt das Display höflich:
„Musik ausschalten?“.
Shoutcast
funktioniert und offenbart eine ganze Reihe attraktiver Radiosender.
Internet-TV
Nun wird
angezeigt, dass eine neue Firmware verfügbar ist, die ich natürlich
sofort herunter laden möchte. Man will ja immer auf dem neuesten Stand
sein. Der Download erfolgt im Schneckentempo. Nach 70 Sekunden sind erst 5
Prozent der Datei geladen, nach sieben Minuten nicht einmal 30 Prozent.
100 Prozent sind es nach 24 Minuten. Danach heißt es: „Updating
Firmware …“ Viel- oder auch nichtssagend mit drei Punkten dahinter.
Nach 26 Minuten und 20 Sekunden erfolgt der Neustart des Gerätes mit der
neuen Firmware.
Alternativ
ist eine Aktualisierung über die SD-Karte möglich, was sicherlich
erheblich schneller gehen dürfte.
Die
TV-Sender lassen sich nach Ländern und Regionen, Genres oder Sprachen
sortiert aufrufen. Mit der FAV-Taste können – wie beim Webradio -
Favoriten abgelegt werden.
Das
TV-Fenster lässt sich umschalten zwischen Vollbild, Standard und dem
4:3-Format.
Auch
bei diesem Gerät dauert es lange, ehe ein TV-Bild erscheint. Die Liste
ist in Englisch. Unter den deutschen Stationen steht ganz oben VRF
Vogtland vor NDR Schleswig-Holstein. Insgesamt sind es 61 Stationen, die
aber nicht alle senden wie 3sat und das ZDF.
Daten
vom PC kopieren
Es ist möglich, Video-, Foto- und Musikdateien von einem per USB-Kabel
angeschlossenen Computer auf den DR 800-TV zu kopieren. Der integrierte
Speicher hat eine Kapazität von 145 GB. Auch Streaming ist möglich.
Weckfunktion
Fürs Einschlafen kann man die Schlummerfunktion nutzen, die sich auf 5,
10 und 20 Minuten einstellen lässt. Die Weckzeit ist selbstverständlich
frei wählbar. Als Weckton sind verfügbar: Standardklingeln, Radio, Musik
vom integrierten Laufwerk oder von der SD-Karte.
Fazit:
Die Fernbedienung macht leider keine Freude. Das LC-Display bietet eine
passable Bildqualität. Die Lautsprecher können sich mit ihren 2 x3 Watt
(8 Ohm) durchaus hören lassen, sind allerdings für Sprache optimiert. Für
die laute Musikwiedergabe sollte man besser einen externen Verstärker
anschließen.
Es
geht auch umgedreht: Der Albrecht-Multimediaplayer kann auch Musik von
einem angeschlossenen MP3-Player wiedergeben. Enthalten die Dateien
Bilder, werden diese neben dem Titel angezeigt. Fotos können einzeln oder
als Diaschau wiedergegeben werden – sogar mit Hintergrundmusik.
Die
TV-Ausgabe an einen angeschlossenen Bildschirm erfolgt mit 720 x 480
Pixeln, also keinesfalls in HD. Das Display mit 480 x 272 Pixeln im
16:9-Format lässt sich leider nicht dimmen. Für manchen dürfte daher
die Weckfunktion von vornherein unattraktiv sein.
Mit
Maßen von 222 x 105 x 116 mm ist das in einem Hochglanzgehäuse verpackte
Gerät ziemlich kompakt und findet sicher auf manchem Nachttisch Platz.
Das Displaylicht kann man ja mit einer vorgeklebten Folie dämpfen.
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