Ohne Ecken und Kanten: die neue TechniBox S1 von TechniSat

 

Rückseite und Fernbedienung: TechniBox S1 und S1+ (unten)

 

Einstellen des bevorzugten Regionalprogramms, hier NDR Niedersachsen

 

Die SFI-Seite gibt einen Überblick der laufenden Sendungen und stellt grafisch dar, wie weit diese zeitlich jeweils fortgeschritten sind.

SFI bedeutet "SiehFern INFO"

Der elektronische Programminformationsdienst "SiehFern INFO" stellt das laufende Programm von rund 70 Sendern mit bis zu sieben Tagen Vorschauzeitraum vor – auf allen drei digitalen Übertragungswegen und in ihrer Plus-Version via Satellit sogar mit Bildern, Suchfunktion und über 40 Genrelisten ausgestattet.
Ein Druck auf die "SFI-Taste" bringt einen Überblick der derzeit laufenden Sendungen auf den Bildschirm. Balkenanzeigen neben dem Programmtitel zeigen, wie weit eine Sendung bereits fortgeschritten ist. Mit einem weiteren Tastendruck lässt sich eine übersichtliche Tagesvorschau für den gewünschten Sender einblenden. mehr

Weitere Testberichte von digitalen Satellitenempfängern finden Sie auf unserer Seite "Alle Testberichte" - auch als ausdruckbare PDF-Datei.

Bericht: Preiswerte Sat.-Empfangsanlage für HDTV



USB-WLAN-Adapter

Diese Komponente, die es als Zubehör ab rund 27 Euro gibt, ermöglicht die Einbindung eines Empfangsgerätes über Funk in ein Heimnetzwerk. Der WLAN-Stick ist für die Datenübertragung zwischen PC und Box gedacht, um Aufnahmen aus dem Netzwerk auf die Box zu streamen.

Die leistungsfähige Antenne gewährleistet eine stabile und schnelle Funkverbindung mit hoher Reichweite. Neben dem eigentlichen WLAN-Stick mit USB-Anschluss befindet sich auch eine Zusatzantenne im Produktkarton, die direkt am WLAN-Stick verschraubt und frei ausgerichtet werden kann und damit seine Empfangsleistung noch weiter heraufsetzt. Eine einen Meter lange USBVerlängerung, in deren standfestem Sockel der USB-Stick eingesetzt werden kann (siehe Foto), erlaubt zudem, das Gerät in optimaler Empfangsposition aufzustellen. Eine gedruckte Bedienungsanleitung und eine Mini-CD mit Treibern für den alternativen Einsatz an PCs und Macs vervollständigen den Lieferumfang (Foto unten).
PDF-Beschreibung bei TechniSat

Lieferumfang des USB-Adapters - Fotos: Hurcks

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TechniBox S1 von TechniSat

Höchste Zeit, auf Digital umzurüsten - am 30. April 2012 endet das Sat.-Analogzeitalter: Einstiegsreceiver im Test

Ab Mai 2012 ist der Empfang von analogem Satellitenfernsehen nicht mehr möglich. Höchste Zeit also, auf Digitaltechnik umzurüsten. Das Angebot ist riesig. Zwischen 50 und 300 Euro ist alles möglich.

Mit der TechniBox S1 bietet TechniSat einen Einsteigerreceiver an, dem im Gegensatz zur teureren TechniBox S1+ die Aufnahmefunktion auf einen USB-Speicher ebenso fehlt wie das Display und der analoge Audioanschluss per Cinch-Kabel. Auch eine Bedientaste lässt sich nirgends finden. Neben einer gedruckten Kurzanleitung wird eine CD mit fehlerbereinigter ausführlicher Bedienungsanleitung mitgeliefert. Wer auf Digitalempfang umsteigen will, benötigt neben einem Digitalreceiver wie diesem in der Regel noch einen Universal-LNB (Low Noise Block Converter).

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme erfolgt weitgehend intuitiv über ein Bildschirmmenü, das „On Screen Display“. So sollte man u.a. das Bildformat des angeschlossenen Monitors angeben, die vorinstallierte Programmliste aktualisieren (ISIPRO - dauerte beim Test etwa drei Minuten) und die Antenneneinstellungen vornehmen. Gut: Die verfügbare Antenne wird in der Regel erkannt, die Parameter werden automatisch übernommen. Falls nicht, kann man die Antennenkonfiguration anhand der sehr ausführlichen und meistens auch gut verständlichen Bedienungsanleitung auswählen bzw. einstellen.

Außerdem sollte man noch sein regionales Programm, zum Beispiel NDR Niedersachsen oder WDR Bielefeld, auswählen und danach nicht vergessen, „übernehmen“ anzuklicken, sonst waren alle Einstellungen für die Katz.

Ein Bildschirm lässt sich entweder per Scartkabel oder, bei einem HDTV-Monitor, per HD-Kabel anschließen. Die bei der Wiedergabe erzielbare Auflösung lässt sich entweder manuell wählen oder automatisch anpassen.

Optimalen Ton erzielt man durch Einbinden eines Surroundverstärkers per optischer Schnittstelle. Das Gerät verfügt außerdem über eine Funktion zur Wiedergabe von Musik und Hörbüchern im MP3-Format.

Wer mit den Grundeinstellungen nicht zufrieden ist, kann über das Menü eine ganze Reihe von Einstellmöglichkeiten für das Feintuning vornehmen, die denen des bereits getesteten HDTV-DigitalSat-Receivers TechniStar S1+ entsprechen (siehe Testbericht).

Das ist ISIPRO

Der kostenlose Programmlistenmanager von TechniSat erspart lästige manuelle Sendersuchläufe. Bei Frequenzänderungen oder bei Auf- und Abschaltungen von Programmen bietet dieser Dienst selbsttätig die Aktualisierung der vorhandenen Programmliste an. Dieser Vorgang wird ausgeführt, wenn man der Aktualisierung zugestimmt hat. Individuelle Listen bleiben erhalten und werden im Bedarfsfall angepasst.

Bildformateinstellung

Mit dieser Einstellung kann man entscheiden, wie Sendungen im 4:3 Format auf einem 16:9-Breitbildfernseher wiedergegeben werden. Möglich sind die Originalwiedergabe mit schwarzen Streifen links und rechts sowie verschiedene Zooms, die aber immer mit dem Verlust von Bildinhalten verbunden sind. Die Automatik funktioniert nicht bei allen Sendungen, wie ich festgestellt habe. Manchmal lassen sich die Proportionen nur durch Probieren und manuelles Nachregulieren der Realität anpassen.

Programmliste

Drückt man die OK-Taste, erscheint die mitgelieferte Programmübersicht. Dort kann man den gewünschten Sender ansteuern. Was gerade läuft, sieht man allerdings erst, wenn „OK“ gedrückt wird. Es gibt Receiver, die in einem kleinen Fenster das aktuelle TV-Bild liefern, so dass man sofort sieht, was gerade läuft. Bei der TechniBox S1 kann man immerhin eine textliche Vorschau jener Sender einsehen, die die entsprechenden Daten liefern: im SFI-Menü. Dort wird auch der zeitliche Status der Sendungen angezeigt. Ein Balken lässt erkennen, wie weit eine Sendung fortgeschritten ist.

Gut gelöst: Um das Auffinden von Programmen zu erleichtern, verfügt Ihr Gerät über verschiedene Programmlisten, sortiert nach Anbietern oder nach Genres, sowie eine alphabetisch sortierte Gesamtliste.

Softwareaktualisierung

Der kostenlose Aktualisierungsdienst TechniMatic hält die Software des Gerätes auf dem neuesten Stand. Sobald Erweiterungen oder Verbesserungen der Betriebssoftware bereit stehen, wird zur angegebenen Zeit (einstellbar im Gerätemenü) selbständig ein Software-Update durchgeführt. Damit wird ein hohes Maß an Zukunftssicherheit sowie ein breiterer bzw. verbesserter Funktionsumfang gewährleistet.

Unabhängig davon, ob die automatische Software-Aktualisierung ein- oder ausgeschaltet ist, wird beim Einschalten des Receivers automatisch überprüft, ob eine neue Betriebssoftware zur Verfügung steht. Wenn ja, erfolgt eine Meldung auf dem Bildschirm.

USB-Buchse

Über die USB-Buchse kann man geeignete Daten wie MP3-Dateien, MPEG-Videos oder JPG-Fotos von einem USB-Speicher oder einem angeschlossenen Mediaplayer wiedergegeben werden. Die Aufnahme von TV-Sendungen wie beim großen Bruder ist, wie schon angemerkt, nicht möglich. Aufnahmen, die mit dem TechniStar S1+ des selben Herstellers gemacht wurden, erkennt das Gerät nicht. Das hat nach Auskunft von TechniSat folgenden Grund: 

"HD+ Aufnahmen vom TechniStar S1+ darf man nicht auf anderen Geräten abspielen können, das verbietet sowohl der Verschlüsselungsanbieter Nagravision als auch der Contentanbieter HD+."

Zusätzlich zum automatischen Software-Update über Satellit besteht die Möglichkeit, die Software des Gerätes über die USB-Schnittstelle zu aktualisieren. Dazu ist natürlich zunächst die aktuelle Software von der Technisat-Homepage (www.technisat.de) herunter zu laden.

Familientauglich

Mit der TechniFamily-Funktion kann man verschiedene passwort-geschützte Nutzerkonten am Empfangsgerät einrichten. Damit können Eltern zum Beispiel für ihre Kinder festlegen, wie lange diese am Tag fernsehen dürfen und welche Programme dabei geschaut werden können. Einzelne Sender können gezielt gesperrt werden.

Netzwerkanschluss

Zusätzlich ist eine Netzwerkbuchse vorhanden, über die sich das Gerät in ein bestehendes Netzwerk einbinden lässt - optional auch über einen WLAN-Adapter. Dadurch ist es möglich, mit Hilfe der Software TechniSat Mediaport MPEG-, MP3- und JPG-Dateien auf einen PC zu kopieren. Des weiteren kann der Anwender auf MPEG-, MP3- bzw. JPG-Dateien, welche auf den in das Netzwerk eingebundenen Laufwerken gespeichert und freigegeben sind, zugreifen.

Als UPnP-Client greift die TechniBox S1 auf freigegebene Aufnahmen, Bilder und Musik eines UPnP-Servers wie z.B. einem MultyVision ISIO oder DigiCorder HD S3 zu.

Es ist sogar möglich, von einem PC aus per Fernzugrifff über das Netzwerk bzw. Internet Timer im Receiver zu verwalten.

Sonstige Funktionen

Für Energiesparer: Die automatische Standby-Schaltung schaltet das Gerät nach der voreingestellten Zeit automatisch in Standby, sofern innerhalb dieser Zeit keine Bedienung des Gerätes stattgefunden hat.

Gelegentlich kommt es vor, dass bei der Wiedergabe von TV-Aufzeichnungen Bild und Ton auseinanderlaufen. Mit Hilfe der Pfeiltasten links/rechts lässt sich die AV-Synchronität so nachjustieren, dass Bild und Ton synchron zueinander sind.

Die Funktion HDMI-TechniLink erleichtert die Bedienung von TV-Gerät und Sat.-Receiver. Sie basiert auf dem HDMI-CEC Standard. HDMI-TechniLink erlaubt den Austausch von Daten zwischen HDMI-CEC kompatiblen Geräten. Dadurch ist es möglich, die über HDMI verbundenen Geräte automatisch ein- und auszuschalten bzw. die Lautstärke zu regeln.

TechniRouter-ready

Dieses Empfangsgerät ist kompatibel zu allen TechniRouter-Produkten. Es unterstützt die SCR-Funktion mit erweitertem DiSEqC-Protokoll gemäß der europäischen Norm EN 50494. SCR (Satellite Channel routing) ist eine Technik, mit der in einem Einkabelsystem eine Vielzahl an Sat-Programmen über eine unverwechselbare Frequenz an ein bestimmtes Empfangsgerät übermittelt wird.

Fazit: Der HDTV-DigitalSat-Receiver TechniBox S1 eignet sich als Einstiegsreceiver in die Welt des hochauflösenden Fernsehens (HDTV) und des digitalen Radioempfangs. Pluspunkte gibt es für die Software und die Bedienung: Über vorsortierte Programmlisten greift man auf Hunderte digitale TV- und Radioprogramme zu, die dank des integrierten TechniSat Mehrwertdienstes ISIPRO automatisch immer auf dem aktuellsten Stand sind. Der elektronische Programminfodienst (ePID) SiehFern INFO bietet zudem hochwertige Programminformationen, praktische Zusatzfunktionen und eine hohe Benutzerfreundlichkeit. Die Bedienung ist weitgehend ohne Handbuchstudium möglich. Die CI/CI+-Modulschnittstelle ermöglicht die Verwendung entsprechender Smartcards zum Empfang von verschlüsselten (z. B. Viaccess, Conax, Irdeto etc.) HD-Satelliten-Programmen wie Pay-TV und Pay-Radio.

Es gibt aber auch Minuspunkte: Leider fehlen die Cinch-Buchsen zum Anschluss einer Stereoanlage oder eines analogen Verstärkers. Ein digitaler Audio-Anschluss dagegen ist, wie schon angemerkt, vorhanden. Nicht aber ein echter Netzausschalter.

Die Verarbeitung fällt gegenüber dem grundsoliden TechniStar S1+ zurück. Beim Empfang gab es häufig Bildaussetzer, die der große Bruder am gleichen Standort nicht zeigte. Vermutlich liegt es an der etwas wackeligen Buchsen für die Satellitenantenne.

Die in Deutschland entwickelte TechniBox S1 bietet bei Produktregistrierung drei Jahre Garantie und ist ab sofort für 149,99€ UVP im Fachhandel erhältlich.

Meine Empfehlung: Besser ein paar Euro mehr ausgeben und den hochwertigeren TechniStar S1+ kaufen. Daran werden Sie sicherlich mehr Freude haben. Testbericht S1+

Dieter Hurcks (Januar 2012)

 

Technische Daten auf der TechniSat-Homepage

Abmessungen (BxTxH): 280 x 131 x 38 mm
Gewicht: ca. 420g

 Homepage

Infos zur Analagabschaltung