Scanner und Weltempfänger im USB-StickEmpfänger
in noch nicht gekannter Miniaturisierung verzögert sich* Ist
nun das endgültige Aus für Stations- und Handscanner eingeläutet? Die neueste
Empfängergeneration heißt schlicht „USB-Empfänger“. Dabei befindet sich
die Empfängerelektronik in einem an einen USB-Stecker angedockten Miniaturgehäuse
und die Signalverarbeitung erfolgt per Software über PC oder Laptop. Tisch-
oder Handgeräte, wie AOR, Icom, Yaesu oder Alinco sowie Empfänger über den
USB-Eingang, wie Perseus oder WinRadio, scheinen ihrer Faszination beraubt.
Horst Garbe hat sich dazu so seine Gedanken gemacht. „Na,
das ist doch nichts Neues“, wird der eine oder andere sagen und dabei auf
zahlreiche bisher schon mögliche Empfangsvarianten per USB-Stick verweisen. In
der Tat, per einfachem USB-Stick sind unter anderem analoge und digitale Radio-
und Fernsehprogramme ebenso empfangbar wie analoge und digitale Aussendungen von
Funküberwachungskameras. Selbst der GPS-Empfang zum genauen Navigieren bereitet
heute per USB-Stick keine Probleme mehr. Der zur See Fahrende profitiert sogar
vom Empfang des AIS-Systems (Automatic Indentification System), sofern er denn
einen Lap-Top an Bord hat. Diese Sticks bevorzugen aber immer nur einen ganz
speziellen kleinen Frequenzbereich. Bisher blieb der Weitbereichsempfang außen
vor. Das soll nun im Herbst dieses Jahres durch einen USB-Stickempfänger
revolutioniert werden! Der
Importeur com-com frohlockt mit einem Weltempfängerstick, der mit einem
Empfangsbereich von 150 kHz bis 1300 MHz aufwartet. Die Modulationsarten AM, FM,
WFM, LSB und USB sowie CW sind selbstverständlich. Das alles kennen wir bereits
von den uns bekannten Empfängern. Wirklich revolutionär sind neben der Empfängergröße
die weiteren – digitalen – Empfangsmöglichkeiten. So viel vorweg: Tetra,
GSM, UMTS oder D-Star, mit denen manch einer liebäugeln mag, sind nicht dabei.
Dafür aber für Fernsehfreunde analoges PAL und NTSC sowie digitales DVB-T,
DVB-H und T-DMB mitsamt Videotext. Eine
Erweiterung auf DVB-S und DVB-C ist vorgesehen. Fürs Radio gibt es DAB (wohl
auch DAB+ nach dem gerade erfolgten Relounch des digitalen Radios in
Deutschland). Von DRM für die Kurzwelle hat der Autor dieses Artikels indes
noch nichts vernommen, obwohl sich dieses geradezu anbieten würde. Wer
Angst um einen fehlenden Anschluss für die Außenantenne bei dem Stick hat,
wird nicht enttäuscht, auch diese Option ist gegeben! Das mitgelieferte
Programm soll nicht nur die digitalen TV- und Hörfunksender dekodieren, sondern
das Empfangene auch auf die Festplatte bannen. Selbst das Monitoren per
Searchbetrieb ist einfach, speichert das mitgliederte Programm doch in
entsprechende Speicherbänke die gefundenen Signale. Dabei soll der ganze Spaß
gerade einmal 99 Euro kosten! Warum
also nicht den praktisch kleinen Stick dem größeren Empfänger vorziehen,
zumal er ja auch viel preisgünstiger ist? Weil Qualität kostet, auch im
hochwertigen Funkempfang! Mehr als interessant dürften also zukünftige
Testberichte sein, in denen das Für- und Wider bei Stick und Stationsempfänger
nicht nach Preis und Größe, sondern nach harten technischen Empfangsfakten und
–fähigkeiten gemessen und verglichen werden. Großsignalverhalten,
Spiegelfrequenzsicherheit und so weiter sollten bekanntermaßen die
Entscheidungsmerkmale für den guten Empfang sein. Erst dann sollte man sich
entscheiden, welches Empfangssystem seinen persönlichen und finanziellen Ansprüchen
am Nächsten kommt, um eventuellen Überraschungen zu entgehen. Horst
Garbe, DK 3 GV Ein Testbericht ist geplant. Homepage des Importeurs com-com Laut
com-com: "Voraussichtlich erst in der ersten Jahreshälfte 2012
gibts weitere Details." |
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