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Fußball-WM
in gestochen scharfen Bildern HDTV
– was man braucht, Als 1967 das Farbformat in Deutschland eingeführt wurde, erlebte das Fernsehen einen Quantensprung. Fast 50 Jahre hat es gedauert, bis es endlich geschafft ist, dass man TV-Bilder in einer gegenüber dem PAL-System fünffach höheren Auflösung genießen kann. Fußball-Fans mit HD-Anlage werden in Südafrika das Gras förmlich wachsen sehen können. Lesen Sie, was man braucht, wenn man beim HDTV dabei sein will, und was das Vergnügen kostet. VON DIETER HURCKS Die olympischen
Winterspiele in Vancouver waren der erste große Testlauf für die Einführung
von HDTV, dem Fernsehen mit den hoch aufgelösten, superscharfen Bildern.
Wenn im Sommer die Fußballer in Südafrika den Weltmeister ausspielen,
werden auch in Deutschland schon Hunderttausende das Gras auf ihrem
Flachbildschirm wachsen sehen können. Und das im wahrsten
Wortsinn und im Breitbildformat 16:9. Es lohnt sich vor allem für jene,
auf HDTV umzusteigen, die noch analog über Satellit empfangen. Denn damit
ist wohl Ende April 2012 sowieso Schluss. Was es schon gibt
Das derzeitige
deutsche TV-Programm bietet aber auch schon einige HD-Sendungen, bei denen
die neue Technik beeindruckt. Brillante Bilder, tolle Farben und eine Schärfe
im Detail, wie man sie bald nicht mehr missen möchte: High Density eben.
Einen guten Eindruck vermitteln die HD-(Test)Sendungen von Arte und Astra:
Bilder, die einem teilweise den Atem rauben. Etwa wenn Fallschirmspringer,
von oben gefilmt, von einem Berg abspringen und in die Tiefe rauschen. Und auch der Ton ist
besser, wird er doch bei HDTV in 5.1.-Dolby-Digital übertragen. Damit
steht dem echten Heimkino-Erlebnis nichts mehr im Wege. HD-Definitionen Unter dem Begriff
„hoch auflösendes Fernsehen“ verstand man zu unterschiedlichen Phasen
und aufgrund des jeweiligen Standes der Technik andere Auflösungen.
Derzeit sind Vertikalauflösungen von 720 Zeilen (24 bis 60
Vollbilder/sec) und 1080 Zeilen (24 bis 30 Vollbilder/sec oder 50 bis 60
Halbbilder/sec) gebräuchlich. Die bisherigen Fernsehstandards PAL und
SECAM bieten zum Vergleich 576 Zeilen (50 Hz), NTSC 480 (60 Hz),
jeweils im Zeilensprungverfahren. Quelle: Wikipedia (HDTV). Das heutige HDTV
bietet in der 1080i-Version gegenüber dem herkömmlichen PAL-Standard
eine fünfmal so hohe Auflösung. Bei HDTV in 720p wird die Auflösung
immer noch um den Faktor 2,2 erhöht. Das braucht man
Nur rund 180 Euro
kostet etwa der LG-Monitor LG E2350V-PN. Er hat eine Bilddiagonale von
58,4 cm (23 Zoll) und verbraucht im Betrieb lediglich 28 Watt (!),
im Stand-by-Betrieb nur 0,5 Watt. Bei den heutigen Strompreisen, die
gerade wieder gestiegen sind, sollte man schon darauf achten. Groß-LEDs
von 1,20 Meter ziehen da schon erheblich mehr Saft aus der Steckdose. Ein Fernseher darf
nur dann als HDTV-fähig bezeichnet werden, wenn er mindestens 1920 mal
1080 Pixel ohne Interpolierung, also „native“, darstellen kann. Es
gibt nämlich auch Fernseher, die die Bilder hochrechnen, aber dabei nie
die Qualität einen echten HD-Bildes erreichen. Tipps zum
Fernseher-Kauf Denn insbesondere
die Filmindustrie wird ihre Produktionen nicht ohne Kopierschutz auf den
Markt bringen. Daher sollte man darauf achten, dass ein Gerät mit DVI-
oder sogar HDMI-Anschluss ausgestattet ist. Die bislang verwendeten
YUV-Komponenteneingänge ermöglichen zwar die Übertragung von
HDTV-Signalen, unterstützen dabei aber keine Verschlüsselung in der
Hardware. Außerdem sollte das Gerät in der Lage sein, sowohl 1080i als
auch 720p wiederzugeben. Nach Möglichkeit auch in den beiden Frequenzen
von 50 Hz und 60 Hz.“ Häufig liest man
auch die Bezeichnung „Full HD“: Diese HD-Modelle können Fernsehbilder
mit 1.920 mal 1.080 Bildpunkten darstellen, also der maximalen Auflösung. Woher kommen die
Bilder? Über das
terrestrische Digitalfernsehen DVB-T lassen sich keine HD-Programme
empfangen. Dazu reicht die Bandbreite der einzelnen Kanäle nicht aus. Sat.-Receiver
im Test: DigiCorder HD S2 Plus Satelliten auswählen
(meistens dürfte es der Astra 19,2 E sein), im Menü Antenneninstallation
das verwendete LNB einstellen (etwa Quattro-LNB) und fertig. Software und
Programmliste lassen sich nach dem ersten Einschalten aktualisieren. Auch
die örtlich wichtigen Regionalprogramme können voreingestellt werden.
Wer etwa in Hannover wohnt, will halt als erstes das
Niedersachsen-Programm sehen und nicht das aus Schleswig-Holstein oder
Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem sollte man
noch einstellen, dass im Stand-by-Betrieb die Uhrzeit angezeigt wird.
Andernfalls ist im Display nicht zu erkennen, ob ein Timer aktiv ist.
Nachteil: Diese Anzeige schluckt drei Watt statt einem Watt bei lediglich
leuchtender LED. Der TechniSat-Empfänger
erlaubt es, sich über die „Genre“-Taste nur HDTV-Programme anzeigen
zu lassen. Oder nur Sportsender, oder ..... Äußerst praktisch! Auch kann
man mehrere Favoritenlisten anlegen. Also eine für Opa, eine für die
Tochter und eine für Mama. Die Bedienung ist durchweg schlüssig. Etwas
Übung macht auch hier den Meister. Programmieren SiehFern
INFO Plus Weitere Details zum
Test des DigiCorders HD S2 Plus im Extra-Bericht ab Seite 7 in der Ausgabe
44 von FUNKEMPFANG.DE. Außerdem getestet: Digitalbox Imperial
HD2 von ELV und Auvisio HD-Sat.-Receiver mit optionaler Aufnahmefunktion
von Pearl. Die BD, einst
entwickelt als möglicher High-Definition-Nachfolger der DVD, bietet eine
erheblich gesteigerte Bildqualität, Datenrate und Speicherkapazität
gegenüber ihrem Vorläufer. Das gute daran: Das System ist aufwärtskompatibel.
Herkömmliche DVDs können also in Blu-ray-Playern abgespielt werden.
Quelle: Wikipedia Unter
www.bluray-disc.de gibt es aktuelle Informationen über das neue
Speicherformat. Dort kann man auch einen Newsletter abonnieren. Danach
kommen ab dem zweiten Quartal 2010 verstärkt Blu-ray-Abspielgeräte auf
den deutschen Markt. Welche
HDTV-Sender? Neben den frei
empfangbaren öffentlichen-rechtlichen Sendern wie Arte-HD, ARD- und
ZDF-HD gibt es gebührenpflichtige private Sender vom Schlage Pro 7, Kabel
Eins, Vox und RTL. Können die HDTV-Programme im ersten Jahr noch
kostenlos empfangen werden, sollen ab dem zweiten Jahr für die notwendige
Smartcard zum Entschlüsseln des Standards HD+ 50 Euro jährlich fällig
werden. Wer also
letztgenannte Programme in HD empfangen will, muss beim Kauf darauf
achten, dass er einen HD+-fähigen Empfänger kauft. Damit aber nicht
genug: Der Zuschauer muss auch noch mit Einschränkungen beim Aufnehmen
von Sendungen leben. So sollen sich Werbeblöcke nicht überspringen
lassen. Hier ist noch Bewegung drin ... Als dritte Kategorie
senden die echten Bezahlsender in HD. Für Sky benötigt man natürlich
ebenfalls eine entsprechende Smartcard. Wie die Website
digitalfernsehen.de vermeldet, werden „bis Mitte 2010 werden in
Deutschland voraussichtlich rund 20 Sender - Free-TV, öffentlich-rechtliche
Sender und Pay-TV-Kanäle - ihre Bilder in HDTV über den
Satellitenanbieter Astra Deutschland ausstrahlen.“ Da momentan rasante
Veränderungen im Gange sind, sollte man häufiger mal im Internet nach
aktuellen Informationen Ausschau halten (siehe unsere Link-Liste). Das Brenn-Problem
Da der Receiver die
Filme im Format *.ts ablegt, müssen sie noch umgewandelt werden. Dazu
bietet TechniSat auf seiner Website unter „Downloads/Service“ nach
Eingabe der Modellbezeichnung die Software Mediaport zum Download an. Eine
Beschreibung findet sich in „Techni-Tipp 11/2009“. Ist die Software
installiert, muss man den DigiCorder per Netzwerkkabel mit dem Router
verbinden. Ich nehme dazu meine beiden Devolo-Netzwerkadapter. Beim
DigiCorder muss unter Einstellungen/Sonderfunktionen „DHCP-Client“
eingestellt sein. Nun Mediaport starten – schon erscheint der DigiCorder
als Receiver im linken Teil des Bildfensters. Das ging endlich mal ohne
Komplikationen. Auch die aufgenommenen Filme erscheinen in der Übersicht. Nun will ich eine
HD-Aufnahme auf die PC-Festplatte kopieren. Doch plötzlich lautet die
Meldung: „Verbindung unterbrochen!“ Wie kann das sein? Also: Receiver
aus und wieder einschalten, Mediaport neu starten. Der Receiver erscheint
wieder auf dem Notebook-Desktop. Aber auch der nächste Versuch mit einer
SD-Aufnahme wird nach etwa 20 Sekunden abgebrochen. Sowieso merkwürdig:
Ich hatte nur Sendungen aufgenommen, die im TV-Programm mit „HD“
ausgezeichnet waren, aber einzig und allein die Testsendung von Astra
liegt als HD auf der Festplatte des DigiCorders. Da auch der dritte
Versuch abgebrochen wird, gebe ich auf. Eigentlich sollte es
so gehen: „DVD erzeugen“ anklicken, und nach rund 25 Minuten liegt ein
eineinhalbstündiger Spielfilm von knapp 3 GB Größe auf der
Notebook-Festplatte. Automatisch zeigt das Programm anschließend an:
„Demuxen - Video und Audio zusammenfügen“ und „DVD-Dateien
erstellen“ (MPEG-Format). Dann kann gebrannt werden. So schreibt
jedenfalls ein User in einem Internetforum von Amazon. Und weiter: „Die
Mediaport-Software versagt jedoch beim HD-Format ts4 und bei gesplitteten
ts-Dateien.“ Schön wäre es natürlich,
wenn man ohne Umwege direkt vom DigiCorder einen angeschlossenen Brenner
so betreiben könnte, dass sich die erzeugten DVDs auf einem DVD-Player
abspielen lassen. Aber das lässt sich nach Auskunft von TechniSat nicht
realisieren. Fazit: HDTV
bietet ein ganz neues Fernseherlebnis in Bild und Ton. Damit erklimmt das
Fernsehen das Niveau heutiger Digitalkameras, die bekanntlich schon über
eine HDTV-Auflösung verfügen. So können Fotos am
HD-Fernsehgerät in einer Topqualität betrachtet werden. Auch
HD-Camcorder sind im Anmarsch, mit denen Erinnerungen wirklich lebensecht
aufgezeichnet werden können. Das hoch auflösende Fernsehen ist also nur Teil eines echten Quantensprungs in der Bildqualität. Ausführliche
Informationen in Ausgabe
44 von FUNKEMPFANG.DE |
Der Technisat-Receiver holt die
Testsendung von einsfestival HD
Praktisch und Energie sparend:
Aufnahme auf einen USB-Speicher.
Übersichtliche Menüführung und
viele Informationen zur
HDMI-Stecker und -Kabel sind für die
Weiterleitung großer
Das Gerät von ELV wurde ebenfalls von FE getestet.
Auvisio-Receiver und Fernbedienung.
Hier werden die Satelliten
ausgewählt, die beim Suchlauf
Umfangreiche Informationen |
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